Trainingstipps

Training mit Spaß und Leistungssteigerung: Spielen-Spielen-Spielen
Alle Komponenten des Fußballspiels , nämlich Kondition, Technik, Taktik, Einstellung / Erfahrung, und der eigentliche Zweck -Tore schießen und verhindern – können am besten mit Spielen in jeglicher Form trainiert und verbessert werden!
Die Hauptkonzentration im Training auf Spiele, und nicht auf langweiliges Runden laufen oder komplizierte Einzelübungen, bringt folgende Vorteile:
Hohe Motivation für die Spieler, da Spielen ihren Grundbedürfnissen entspricht.
Schaffen von vielen Erfolgserlebnissen (Tore, tolle Parade, Klasse Pass, gewonnener Zweikampf, etc.), damit wieder hohe Motivation bei den Spielern und Steigerung des Selbstbewusstseins.
Geringer organisatorischer Aufwand bzgl. Planung, Hilfsmitteln, Platzgröße etc.
Durch entsprechende Regeln, Spielfeldgröße, Anzahl der etc., kann der individuelle Leistungsstand und die Anzahl der Spieler optimal berücksichtigt werden.
Geeignete Spielformen (Über-/Unterzahl, Beschränkung der Kontaktzahl, Tore nur nach Flanken, etc.) verbessern gleichzeitig Technik, taktisches Verhalten und Einstellung der Spieler.
Spielformen sind die wirkungsvollste Trainingsform, speziell bei Mannschaften mit wenig Trainingsmöglichkeiten/-Zeiten und immer wechselnder Beteiligung der Spieler.

Spezielles Warmmachen ist in der Altersgruppe von G bis E Jugend nicht nötig, es reichen kleine Ballspiele und Fangspiele völlig aus. Auch das Dehnen kann man weglassen da es noch gar nichts zu Dehnen gibt.
Auch Runden laufen, Liegestütze , hat in der Altersklasse nichts zu suchen und schon gar nicht als Strafe.



Allgemeine sportliche Ausbildungsziele:
Technische Ausbildung als Schwerpunkt:
Im Kleinfeld-Alter steht die langfristige, altersgerechte Ausbildung der technischen
Grundlagen jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt. Hier sind besonders das Dribbeln (Ball
sichern/führen/treiben), das Zweikampfverhalten im 1-gegen-1 (zunächst offensiv,
Defensivverhalten wird anfangs zugunsten offensiver Erfolgserlebnisse bewusst
vernachlässigt), der Torschuss, der Einstieg in das Fintieren und Wenden sowie die
Passtechnik bzw. Ballannahme/-mitnahme zu nennen. Ausgebildet wird also nicht eine
Mannschaft, sondern die Spieler einer Mannschaft!!! Für den Spielbetrieb ergeben sich
daraus – Trainingsbeteiligung vorausgesetzt – annähernd gleiche Spielanteile für alle Spieler.
Wie soll sich ein Kind im Wettkampf verbessern, das kaum einen Wettkampf bestreitet?

Nachrangig sollte in diesem Altersbereich sein, durch ein aus dem Blickwinkel Erwachsener
effektives Kombinationsspiel (Passspiel als Taktik) zügig zu einer entsprechenden
Verbesserung bei den Spielergebnissen zu kommen.
Auch in der Fußballausbildung gibt es Kompromisse und unterschiedliche
Schwerpunktsetzungen.
Aber: Zwischen den beiden Extremen „eigenwillige Dribbler-Mannschaft“ einerseits und
„Pass-und Lauf-Mannschaft“ andererseits, der nicht selten die Bewunderung des
erwachsenen „Fachpublikums“ entgegengebracht wird, wenn sie mit 8/9 Jahren
körperkontaktlos um den Gegner herumspielen, ist den technischen Fähigkeiten im direkten
Gegnerkontakt der Vorrang einzuräumen.
Das heißt: 1-gegen-1-Fertigkeiten gehen vor Pass-Stafetten!!!
Selbstverständlich wird sich das Passspiel (als Taktisches Mittel) ab der F-Jugend – etwa im
Zuge gefestigterer Dribbeltechniken und fortentwickelterem Spielverständnis - automatisch
verbessern.
Das Steuern von außen beim Spielbetrieb soll auf wenige, verständliche Zurufe beschränkt
werden.
Wie oben beschrieben wäre dabei ein „Dribbel los!“ allemal alters(ziel)gerechter als ein
ständiges „PASS, spiel ab!“. Eine „Dauerbeschallung“ durch Trainer oder gar noch Eltern -
vielleicht sogar noch widersprüchlich - bringt niemandem etwas.
Es geht im Kern um ein eigenbestimmtes Spiel von Kindern! Nicht um eine „JoystickSteuerung“
von Kindern durch Erwachsene – und sei sie noch so gut gemeint! Das heißt
natürlich nicht, dass auf dem Platz Friedhofsruhe herrschen soll. Anfeuerung und
Ermunterung durch Zuschauer sind natürlich ausdrücklich erwünscht!
Es gilt: Ausbildungsorientierung geht vor Ergebnisorientierung!!!
„Hauptsache gewonnen, wie ist egal!“, „Wer gewinnt, hat Recht!“ oder „Man hat
Erfolg, wenn man am Ende des Jahres oben steht!“.
Wer so denkt, redet oder handelt, hat im Kinderfußball nichts verloren!




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