Konzept

Spiel und Trainingskonzept des
FC Brandenburg 03



Inhaltsverzeichnis
1. Information zum Jugendfussball...............................................................3
2. Philosophie des FC Brandenburg 03......................................................5
2.1 Was sollte ein Spieler beim FC Brandenburg 03 lernen?.................................5
2.2 Fußball ist aber mehr!.......................................................................................5
2.3 Die 10 Goldenen Regeln für Mini-Kicker bis E-Jugend.....................................5
3. Merkmale/Ziele/Inhalte Jugendbereich...................................................6
3.1 Mini-Kicker......................................................................................................6
3.2 F- und E-Junioren.............................................................................................9
3.3 D--Junioren.....................................................................................................11
3.4 B- und A-Junioren...........................................................................................16

4. Grundprinzipien.......................................................................................... 20
4.1 Grundprinzipien des Techniktrainings ............................................................20
4.2 Grundprinzipien des Taktiktrainings ...............................................................20
4.3 Korrekturen anhand der konkreten Spielsituation anbringen..........................20
4.4 Grundprinzipien des Kraft- und Konditionstrainings........................................21
5. Der gute Kinder- und Jugendtrainer ...................................................... 21
5.1 Grundsätze für Trainer: .................................................................................. 21
5.2 Schaffe ein gutes Lernklima: .......................................................................... 21
5.3 Überzeuge, motiviere und begeistere:............................................................ 21
5.4 Erkläre: ...........................................................................................................22
5.5 Demonstriere: .................................................................................................22
5.6 Korrigiere: .......................................................................................................22
6. Trainingsplanung und -übersicht über aller Jahrgänge .................... 23
7. Trainingsinhalte und Ziele (F- bis A-Jugend) ...................................... 24
7.1 F-Jugend ........................................................................................................24
7.2 E-jung 25
7.3 E-alt 26
7.4 D-jung 27
7.5 D-alt 29
7.6 C-Jugend........................................................................................................31
7.7 B- und A- Jugend............................................................................................33

1. Information zum Jugendfussball
Der FC Brandenburg 03 hat sich ausdrücklich dem Breiten- und Leistungssport
verschrieben. Bei den jungen Fußballspielern (Mini-Kicker bis zur F-Jugend)
soll die Freude an der Bewegung und der Spaß am Spiel im Vordergrund
stehen. Die Kinder sollen sich spielerisch motorisch und kognitiv weiter
entwickeln. Überzogenes Leistungsdenken und zu große Ansprüche
insbesondere in den jüngeren Altersklassen lehnt der Verein ab.
Die Kinder dürfen nicht zur Befriedigung des Ehrgeizes ihrer Eltern
missbraucht werden.
Von der E-Jugend an werden die Trainingsinhalte fußballspezifischer und
leistungsorientierter. Jedoch bleibt der Spaß am Fußballspiel der wichtigste
Bestandteil im Training und Spiel.
Die Ausbildung der Spieler orientiert sich an den Vorgaben des Deutschen
Fußball-Bundes (DFB Online Training) und sportwissenschaftlichen sowie pädagogischen
Erkenntnissen. Unser Ziel als Verein ist es, eine gesunde Mischung aus
Breiten- und Leistungssport anzubieten.
Hierzu soll dieses Konzept, nach dem in den einzelnen Altersklassen trainiert
werden soll, als Leitfaden und Orientierung dienen.
Die Kinder und Jugendlichen sind das Herzstück des Vereins.
Die Jugendabteilung setzt sich die Ziele, die fußballerischen Fähigkeiten der
Spieler zu verbessern und das positive soziale Verhalten der Kinder und
Jugendlichen zu prägen.
Jeder Spieler muss seinen Beitrag zu einem guten Miteinander und einer
guten Atmosphäre beim Training, Spiel und sonstigen Veranstaltungen
leisten. Grobe Verstöße gegen diese Prinzipien ziehen Sanktionen nach sich,
dies obliegt dem Jugendvorstand.
Im Leistungsbereich wird von allen Spielern Verantwortung, Disziplin und
Engagement erwartet.
Die Anzahl der Mannschaften ist grundsätzlich durch die vorhandenen
Kapazitäten an Sportplätzen, Sporthallen sowie Trainern und Betreuern
begrenzt. Die Jugendabteilung kann nicht um jeden Preis Mannschaften zum
Spielbetrieb anmelden, wenn zwar ausreichend Spieler, nicht jedoch
ausreichend Betreuer und Trainingsplätze vorhanden sind.
Unsere Trainer und Betreuer nehmen ihre Aufgaben mit großem
Engagement wahr und wollen die Qualität des Trainings ständig verbessern.
Sie stimmen die Inhalte auf das jeweilige Alter der Spieler ab und bemühen
sich um eine gute Organisation des Trainings- und des Spielbetriebs. Sie
nehmen an Angebotenen Aus- und Fortbildungsseminaren teil.
Ein besonderes Anliegen des Vereins ist die Umsetzung des Fair-Play-
Gedankens. Der Verein erwartet, dass Eltern die Mannschaft ihres Kindes
bei den Fahrten zum Spiel, beim Training und anderen Aktivitäten wie die
Durchführung von Turnieren unterstützen. Insbesondere bei den Jüngsten
kann der Spielbetrieb nur dann aufrechterhalten werden, wenn Mütter oder
Väter beim Trainings- und Spielbetrieb helfen.


Eltern, Bekannte und Freunde der Jugendspieler sind herzlich dazu
eingeladen, den FC Brandenburg 03 bei diesen vielfältigen Aufgaben zu
helfen und die spielenden Mannschaften anzufeuern – aber immer fair
gegenüber Mitspielern, anderen Mannschaften und Schiedsrichtern und
natürlich auch fair gegenüber dem eigenen Kind! Es sollte gefördert und
gefordert, aber nicht überfordert werden. Kindgerechtes Training und
Geduld sind entscheidende Faktoren für die Entwicklung der Kinder.

Wir wünschen Euch viel Spaß und Erfolg.
FC Brandenburg 03
Jugendleiter
Thomas Jander










2. Philosophie des FC Brandenburg 03
Der Verein unterstützt den Jugendfußball – und lebt vom Engagement seiner
Mitglieder.
Dieses Jugendförder- und Trainingskonzept unterliegt einem ständigem
Entwicklungsprozess. Neue Ausbildungs- Förder- und Trainingsmethoden
nach dem Stand der Wissenschaft sind durch den Jugendvorstand zu sichten
und ggf. in dieses Jugendförder- und Trainingskonzept aufzunehmen.
Die Kinder und Jugendlichen sollen sich beim FC Brandenburg 03wohlfühlen und als ihren Heimatverein betrachten.

2.1 Was sollte ein Spieler beim FC Brandenburg 03 lernen?
• Taktische Flexibilität
• Technische Variabilität in unterschiedlichen Spielsituationen
• Beidfüßigkeit
• Mit individueller Leistungsentwicklung zum Teamerfolg
• Attraktives und schnelles Offensivspiel/mit Einbeziehung der Außenspieler
• Beherrschung möglichst mehrerer Spielpositionen
• Aktive Balleroberung und Ballbesitz behaupten
• Beteiligung aller Spieler am Abwehr- und Angriffsspiel
- Hohes Verteidigen/Pressing
Diese Komponenten beruhen auf den Basisbausteinen: Technik, Taktik,
Handlungs- und Spielschnelligkeit, Koordination sowie Physis (Schnelligkeit,
Schnellkraft, Ausdauer, Kraftausdauer, Schnelligkeitsausdauer). Wichtig sind
aber auch die psychosozialen Kompetenzen wie Charaktermerkmale,
Sozialverhalten sowie Werte und Normen.
2.2 Fußball ist aber mehr!
• Toleranz gegenüber Gegnern und Mitspielern
• Fairness auf und außerhalb des Fußballplatzes
• leistungsorientierte und eigen-motivierte Einstellung zum Spiel- und
Trainingsbetrieb
• selbstkritisches Auseinandersetzen mit der eigenen Leistung und mit den
Vorgaben des Trainers
• freundliche Ausstrahlung und positive Lebenseinstellung, positives Denken
• Fähigkeit zum Teamgeist und zum Miteinander
•Wir reden miteinander, nicht übereinander, und sehen in der offenen und ehrlichen Kommunikation eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Jugendarbeit.
2.3 Die 10 Goldenen Regeln für G Jugend bis E-Jugend
1. Spaß und Freude am Sport fördern.
2. Auf einfache Regeln, leichte Bälle, kleine Felder
(DFB-Kleinfeldfußball) achten.
3. Spielerische Aufgaben stellen.
4. Kleine Spielgruppen bilden.
5. Jedem Kind einen Ball geben.
6. Auf kurze Spielzeiten achten.
7. Aufgaben und Spiele kurz erwähnen und vormachen.
8. Viele Ballkontakte ermöglichen.
9. Vielseitige Bewegungsaufgaben stellen.
10. Kinder auf allen Positionen spielen lassen.
3. Merkmale/Ziele/Inhalte Jugendbereich
3.1 G Jugend
Typische Merkmale von Mini-Kickern
• Großer Bewegungs- und Spieldrang
• Schnelle Ermüdung
• Hohe Beweglichkeit, schwach ausgebildete Muskulatur
• Geringe koordinative Eigenschaften
• Unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen
• Ausgeprägte Neugierde / Geringes Konzentrationsvermögen
• Starke Ich-Bezogenheit
• Starke Orientierung am Trainer
• Ausgeprägte Phantasiewelt
Ziele des G Jugend-Fußballs
• Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen und sich in eine Gruppe einfügen
• Spaß und Freude am Fußballspielen erleben
• Eigene Bedürfnisse und Wünsche ansprechen
• Das eigene Bewegungskönnen verbessern
• Ideen und Kreativität beim Erfinden neuer Bewegungen zeigen
• Das eigene Leistungsvermögen erproben und dabei Selbstvertrauen
aufbauen
• Die Persönlichkeit ganzheitlich fördern!
• Vielseitige Bewegungsaufgaben anbieten!
Inhalte einer Spielstunde
• Spiele/Aufgaben mit Kleingeräten und anderen Materialien wie Reifen,
Stäbe, Kästen, Langbänke, Luftballons, Bänder usw.
• Spiele und Aufgaben, in denen die Kinder verschiedene Bälle kennen
lernen
• Vielseitige Aufgaben mit dem Ball am Fuß
• Spiele, in denen verschiedene Bewegungsformen wie Laufen und Werfen
oder Laufen und Schießen kombiniert werden
• Einfache Lauf- und Fangspiele
• Zwischendurch: kleine Fußballspiele

Praktische Tipps für G Jugend-Spielstunden
• Jede Spielstunde zusammen mit allen Kindern beginnen und beenden!
Dazu setzen sich Kinder und Trainer auf den Boden. Damit bekommen die
Kinder einen festen Orientierungspunkt, wann genau das eigentliche
Training startet. Die Konzentration wird auf den Trainer gelenkt!
• In einer einfachen und anschaulichen, kindgerechten Sprache immer nur
das nächste Spiel erklären! Die Aufgaben in Bilder und kleine Geschichten
verpacken!
• Sprache, Gestik und Mimik bewusst und kindgerecht einsetzen! Spannung
erzeugen! Damit motiviert der Trainer nicht nur die Kinder, sondern er zeigt
auch seine eigene Begeisterung!
• Nicht nur konkrete Bewegungsanweisungen vorgeben, sondern vor allem
Bewegungsaufgaben und freie Spielphasen einplanen!
• Kinder lernen im Sport nicht nur durch Vor- und Nachmachen, sondern
auch durch eigenes Erproben und freies Spielen!



Leitlinien für G Jugend-Spielstunden
• Trainer und Betreuer wirken als Vorbilder für Kinder!
• Nur wenn die Erwachsenen den Kindern mit Offenheit, Herzlichkeit und
eigener Begeisterung begegnen, wird eine Atmosphäre geschaffen, in der
die Kinder positiv aufgehoben sind!
• Trainer im Kinderfußball sind alles andere als Technik- oder
Taktikvermittler – sie sind in erster Linie Tröster, Streitschlichter,
Spaßmacher, Mitspieler, Erzieher ... Mensch und Freund!
Leitlinien für Trainer und Betreuer
• Ein Herz für Kinder haben – als Basis von Idealismus und Engagement!
• Geschick in der Betreuung von Kindern (Lob, Aufmunterung, Trost und
Ansporn) zeigen!
• Positive Werte und Normen (Gerechtigkeit, Fairness, Zuverlässigkeit,
Selbstkritik, Geduld, Freundlichkeit ...) vorleben!
• Feines Gespür für Probleme der jungen Spieler und Spielerinnen zeigen –
Lösungsmöglichkeiten anbieten!
• Spaß und Freude vermitteln, Motivation wecken – eine eigene
Begeisterung für das Fußballspielen vorleben!
Der richtige Trainingsaufbau
• Vielseitige Bewegungsschulung
• Einfache Bewegungsaufgaben (Laufen, Hüpfen, Springen, Rollen ...)
• Spiele mit, auf und an Klein- und Großgeräten
• Spielerische Ganzkörperkräftigung
• Lauf-, Fang- und Abschlagspiele
• Organisationsformen: Bewegungslandschaften, Geräteparcours.
Mixed-Training: kleine Fußballspiele und gleichzeitiger Aufbau von
Bewegungslandschaften und Geräteparcours

Fußballorientierte Bewegungsschulung
• Vielseitige Hinleitung zum kreativen, sicheren Umgang mit dem rollenden,
hüpfenden, fliegenden Ball
• Kleine Ballspiele, zum Beispiel Abwurfspiele
• Spielen mit verschiedenen Bällen
• Leichte Aufgaben mit dem Ball am Fuß
• Bewegungsaufgaben mit Ball in Verbindung mit leichten
Koordinationsaufgaben
• Mixed-Training: Kleine Fußballspiele und gleichzeitige Aufgaben mit Ball in
der anderen Hälfte
Fußball spielen
• Freie Fußball-Spiele in kleinen Teams auf Tore
• Kleine Spielfelder: etwa 25 x 25 Meter
• Verschiedene Tore, zum Beispiel Stangen, Matten, Kästen ...
• Einfache Spielregeln, zum Beispiel Einrollen statt Einwerfen
• Kurze Wege zum Tor, viele Tore, viele Erfolgserlebnisse schaffen!
• Fußballspezifisches Techniktraining kommt beim Bambini-Training noch
nicht vor!





Altersgemäßes Fußballspielen G Jugend
• Verkleinerung der Mannschaften: Ideal ist ein 3 gegen 3 oder 4 gegen 4
• Verkleinerung des Spielfeldes: 10 x 15 Meter beim Spiel 4 gegen 4
• Vereinfachung der Spielregeln: Die Ausregel großzügig auslegen,
Einrollen statt Einwerfen, ohne Abseits spielen!
• Veränderung der Tore: Breite Hütchen- oder Stangentore, bewegliche
Tore zum Beispiel: zwei Eltern halten eine Stange zwischen sich und
bewegen sich frei im Feld
Mögliche Organisationsformen
• Verschiedene Ballspiele (nicht nur Fußball!) nebeneinander
• Organisieren von kleinen Fußball-Turnieren in der Halle oder im Freien
• Kleine Fußballspiele und gleichzeitiger Aufbau von
Bewegungslandschaften und Geräteparcours
Übergeordnete Ziele
• Freude am Spiel
• Vielseitiges Bewegungsangebot und vielseitige Grundausbildung
• Selbstentfaltung

3.2 F- und E-Junioren
Merkmale von F- und E-Junioren
• Ausgeprägte Bewegungs- und Spielfreude
• Große Begeisterung für das Wetteifern mit anderen
• Koordinative Probleme und eine nur schwach ausgeprägte Muskulatur
• Geringes Konzentrationsvermögen
• Starke, unkritische Orientierung an erwachsenen Vorbildern
Ziele des F- und E-Juniorentrainings
• Vermittlung der Spielidee Tore erzielen und Tore verhindern
• Förderung der Freude am Fußballspielen
• Erlernen der wichtigsten Fußball-Techniken in der Grobform
• Spielerisches Vermitteln vielseitiger sportlicher Erlebnisse
• Schaffen koordinativer und konditioneller Grundlagen
• Fördern von Selbstvertrauen, Teamgeist und Kreativität
• Fördern der Kommunikation im Spiel und im Training, „das miteinander
Reden auf dem Fußballplatz“
Inhalte des F- und E-Juniorentrainings
• Freie Fußballspiele in kleinen Mannschaften auf Tore: 2 gegen 2, 3 gegen
3, 4 gegen 4
• Motivierende, kindgemäße Trainingsaufgaben zum Erlernen der Technik-
Grundformen (Dribbeln, Passen, Schießen)
• Aufgaben mit dem Ball und kleine Spiele über den Fußball hinaus
• Fangspiele und Staffeln, Hindernis-Parcours zur Förderung der
Bewegungsgeschicklichkeit
Tipps zur Betreuung
• Gerade die Trainer der Jüngsten wirken als Vorbild und haben großen
Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung!
• Zu allen Kindern eine Beziehung aufbauen, die nicht in erster Linie von
einem Denken in Toren und Punkten bestimmt ist!
• Kinder immer als eigenständige Persönlichkeiten akzeptieren!
• Trainer von Kindern zu sein heißt: Freund, Helfer und Förderer zugleich zu
sein!
• Jeder Juniorentrainer wirkt als Erzieher!
• Als Trainer sportliche und soziale Werte vorleben! Also sportliche Fairness
gerade bei Niederlagen zeigen!
• Sportlich fit bleiben und eine eigene positive Fußball-Verrücktheit spüren
lassen!
• Allen Kindern die gleiche Aufmerksamkeit zukommen lassen und ihnen im
Training helfen, statt sie bloß zu stellen.
Kleine Grundregeln für das Training
• Einige Ordnungsregeln einüben, wie zum Beispiel Pünktlichkeit,
Aufräumen der Umkleidekabine, Abmelden von Training und Spiel!
• Immer positiv erklären und korrigieren, auch wenn etwas falsch läuft oder
misslingt! Also möglichst viel loben!
• Die Kinder helfen beim Geräteauf- und abbau!
• Jedes Training startet und endet mit einem kurzen Zusammenkommen!

Trainingsaufbau: Das Einstimmen
• F- und E-Junioren benötigen noch kein gezieltes Aufwärmprogramm, wie
es später jede Trainingseinheit einleitet!
• Kinder in diesem Alter wollen und können sich sofort schnell bewegen und
austoben!
• Zu diesem Zweck vor allem interessante, leicht verständliche Fang- und
Ballspiele anbieten, die möglichst rasch anlaufen!
• Diese schulen die wichtige Ball- und Bewegungsgeschicklichkeit!
Der Hauptteil
• Im Mittelpunkt des Trainings motivierende Spiel- und Übungsaufgaben
zum Kennenlernen der Grundtechniken einbauen!
• Auf keinen Fall nur starre und monotone Übungen zum Technik- Training
anbieten! Immer kleine Wettbewerbe organisieren!
• Jeder Spieler muss viel in Bewegung sein und viele Ballkontakte haben!
• Lange Wartezeiten vermeiden! In kleinen Gruppen arbeiten!
Der Schlussteil
• Kleine Fußball-Spiele sind der eindeutige Mittelpunkt des F- und EJuniorentrainings!
• Nach dem Einstimmen können Fußballspiele mit kleinen Teams auf Tore
durchaus das restliche Training alleine bestimmen!
• Spätestens aber zum Abschluss des Trainings bekommen die Kinder
genug Gelegenheit zum freien Fußballspielen:
• 4 gegen 4 auf Tore ist dabei die ideale Spielform!
Das ideale Wettspiel für F- und E-Junioren
• Das ideale Spiel für Kinder ist ein 7 gegen 7 in einem 55 x 36 Meter
großen Spielfeld zwischen Strafraum und Mittellinie
• Mit kindgemäßen und vereinfachten Regeln
• Ständiges Auswechseln ist erlaubt!
• Für Bambini/Mini-Kicker ist ein 5 gegen 5 noch vorteilhafter!
Die Vorteile
• Die Spielsituationen sind in einem kleineren Spielfeld von den
Nachwuchsfußballern besser zu überschauen!
• Auch weniger begabte Spieler bleiben nicht außen vor, sondern werden
immer wieder in das Spiel einbezogen!
• Spaß und Erfolgserlebnisse für alle durch kurze Wege zum Tor, viele
Torszenen und viele Tore!
• Große Lerneffekte für Anfänger und Talente gleichermaßen!
Richtiges Coachen beim Wettspiel
• Die Kinder müssen das Spiel auf verschiedenen Positionen erleben! Auch
auf der Torhüter-Position wechseln!
• Nur kurze Besprechungen vor dem Spiel mit kurzen, prägnanten
Anweisungen – die einfachen Tipps immer positiv formulieren!
• Im Spiel nur sporadisch eingreifen – dabei immer anfeuern, ermutigen und
loben!
• Grundsätzlich müssen die Kinder lernen, selbst zu entscheiden!

3.3 D--Junioren
Merkmale von D-Junioren
• Bewegungsfreudig
• „Goldenes Lernalter“
• verbessertes Konzentrationsvermögen im Vergleich zu E-Jugendlichen
• hohe Lernbereitschaft
• Trainer wird noch als Vorbild gesehen
• Ungebrochenes Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen
• Unreflektiert
• Mut und Risikofreude
• Körperliche und psychische Ausgeglichenheit der D-Junioren
• Positive Persönlichkeitsmerkmale im „goldenen Lernalter” wie
Selbstvertrauen, ein verbessertes Konzentrationsvermögen, eine hohe
Lern- und Leistungsbereitschaft, Bewegungsfreude
• Ausgeprägtes Koordinationsvermögen
• Zum Ende der D- und zu Beginn der C-Junioren: körperlicher und
psychischer Einschnitt mit Eintritt in die Pubertät
Ziele des D- Juniorentrainings
• Spaß am Fußballspielen
• Systematisches Erlernen und Festigen der Grundtechniken
• Anwenden der Techniken in unterschiedlichen Spielsituationen unter
Druck eines Gegenspielers
• Spielerisches Vermitteln taktischer Grundlagen
• Fördern positiver Persönlichkeitseigenschaften wie Selbständigkeit und
Leistungsbereitschaft zu regelmäßigem Training
• Fördern der Kommunikation im Spiel und im Training, „das miteinander
Reden auf dem Fußballplatz“, „Selbst – Coaching“ innerhalb der
Mannschaft
Inhalte des D-Juniorentrainings
• Motivierende Einzel- und Gruppenübungen mit dem Ball zum Einschleifen
der Grundtechniken
• Zweikampfschulung (verschiedene Situationen des 1 gegen 1)
• Spielformen mit kleinen Mannschaften und zu bestimmten technischtaktischen
Schwerpunkten


Trainingsaufbau: Das Einstimmen
• Interessante Aufwärmprogramme mit Ball (einzeln, paarweise oder in
kleinen Gruppen) zur Technik-Schulung anbieten!
• Torhütertraining
• Zwischendurch auch motivierende Fangspiele, Laufstaffeln, „Kleine Spiele”
und koordinative Aufgaben mit Ball einbauen!
• Eine weitere Alternative ganz zu Trainingsbeginn: eine kurze
Selbstbeschäftigungsphase (5 Minuten), in der die Spieler alles am Ball
ausprobieren dürfen!

Der Hauptteil
• Spielformen in kleinen Gruppen (4 gegen 4) zu einem bestimmten
technisch-taktischen Schwerpunkt als Mittelpunkt des Trainings einplanen!
• Dazwischen Übungsformen zum selben technisch-taktischen Schwerpunkt
anbieten!
• Die Aufgaben so aussuchen, dass die Organisation nicht verändert werden
muss, um keine kostbare Trainingszeit zu verlieren!
Der Schlussteil
• Zum Abschluss des Trainings: Spiele in kleinen Gruppen auf Tore
• Ab und an betonen wenige zusätzliche Spielregeln nochmals den
technisch-taktischen Schwerpunkt (z.B. das Dribbling) des Trainings!
• Regelmäßig auch ganz frei spielen lassen!
• Beim Abschlussspiel ein 7 gegen 7 nicht überschreiten und relativ kleine
Felder abstecken! Bei größeren Trainingsgruppen eine 3. Mannschaft
bilden und ein kleines Turnier organisieren!
Die wichtigsten Inhalte des Techniktrainings
• Dribbeln mit vielen Tempo- und Richtungsänderungen
• Passtechniken (präzise und flexible Zuspiele zu einem Mitspieler)
• Schusstechniken zum Verwerten von Tormöglichkeiten auch in
schwierigen Situationen
• Torhütertraining
• Kopfballspiel
• Täuschungen zum Ausspielen von Gegnern
Grundlagen eines effizienten Techniktrainings
• Korrektes Vormachen der jeweiligen Technik durch den Trainer oder ein
herausragendes Talent aus der Gruppe
• Häufiges Wiederholen und Üben des (möglichst perfekten)
Bewegungsablaufs
• Korrekturen/präzise Verbesserungshinweise durch den Trainer
• Die variable Anwendung des jeweiligen Technik in einfachen
Spielsituationen
• Eine weitere Alternative ganz zu Trainingsbeginn: eine kurze
Selbstbeschäftigungsphase (5 Minuten), in der die Spieler alles am Ball
ausprobieren dürfen!
Die wichtigsten Grundsätze
• Viele Wiederholungen einer Technik innerhalb einer Trainingseinheit und
über längere Zeiträume (3 bis 5 Wochen) einplanen!
• Viele Ballkontakte pro Trainingseinheit ermöglichen!
• Wartezeiten vermeiden – dazu mit kleinen Gruppen trainieren!
• Die Aufgaben am Können der Gruppe orientieren – bessere Spieler mit
anspruchsvolleren Zusatzaufgaben fordern!
• Altersgemäße und interessante Technik-Aufgaben anbieten!






Das ideale Wettspiel für D- Junioren
• Der Spielbetrieb ist flexibel zu organisieren: Gerade für
leistungsschwächere Teams oder für Vereine mit wenigen D-Junioren hat
das Kleinfeldspiel 4 gegen 4 in dieser Altersklasse Vorteile!
• Spielsysteme und -taktiken dürfen den Nachwuchs weder über- noch
unterfordern!
Die Aufgaben des Trainers vor einem Spiel
• Die Spieler zur Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit erziehen!
• Auf eine saubere und komplette Ausrüstung achten!
• Nutzen des „Goldenen Lernalters“
• Kurze, verständliche und prägnante Anweisungen vor dem Spiel
(Mannschaftsaufstellung und wichtige taktische Grundinformationen)!
10 Minuten nicht überschreiten!
• Zum Schluss anspornen, Mut machen! Anschließend müssen die Spieler
noch genug Zeit haben, sich ein wenig einzuspielen!
Richtiges Coachen beim Wettspiel
• Die Kinder anfeuern, aufmuntern, auf sie positiv einwirken, jedoch von
außen nicht zu viele Informationen geben!
• Auf die Eltern einwirken, wenn sie von außen die Kinder kritisieren oder in
das laufende Spiel hineinrufen!
• Jeden anwesenden Spieler zum Einsatz kommen lassen!
• In der Halbzeit Getränke reichen und viel loben! Nur wenige Anweisungen
für die kommende Halbzeit geben!
3.3 C-Junioren
Merkmale von C-Junioren
• Kinder werden zu Jugendlichen
• Rasches Längenwachstum mit einem Ungleichgewicht zwischen Rumpf und
Beinlänge
• Große, staksige, ungelenkige Spieler mit
disharmonischen Bewegungen
• Psychische Unsicherheit- Jugendliche sind auf „ Identitätssuche"
• Verstärktes Lösen von erwachsenen Bezugspersonen
• Stimmungs- und Leistungsschwankungen
• Jugendliche sind empfindlich, labil, leicht gekränkt, „Mimosen"
• Verbesserte geistige Eigenschaften, eine bessere „Auffassungsgabe"
• Jugendliche wollen mitreden, kritisieren
• Beginn der Geschlechtsreife
• Verunsicherung und Verlust des Selbstvertrauens
• Egozentrisches Denken
• Drang nach Annerkennung
• Gestörtes Verhältnis zum Erwachsenen
• Drang zu den Gleichaltrigen – Gruppendenken

Ziele des C-Juniorentrainings
• Spaß am Fußballspielen
• Schwerpunkt auf der systematischen Erarbeitung gruppentaktischer Mittel
des „großen Spiels" und Vermittlung mannschaftstaktischer Grundlagen
• Vermittlung anspruchsvoller taktischer Elemente, wie z.B.:
o Raumaufteilung
o Situationsgerechtes Freilaufen
o Aufgaben auf den einzelnen Spielsituationen
o Gruppentaktische Mittel des Angriffs und der Verteidigung
• Fördern von Selbstständigkeit und Mitverantwortung
• Ballorientiertes Verteidigen
• Fördern positiver Persönlichkeitseigenschaften wie Selbständigkeit und
Leistungsbereitschaft zu regelmäßigem Training
• Fördern der Kommunikation im Spiel und im Training, „das miteinander
Reden auf dem Fußballplatz“, „Selbst – Coaching“ innerhalb der
Mannschaft
Inhalte des C-Juniorentrainings
• dynamischere Abläufe höherer Gegnerdruck
• Individuelles Training
• Spiel- und Trainingsformen
• Positionsspezifisches Training
• Schnelleres Spiel, Direktpass
• Körperbetonte Zweikämpfe
• Koordinationstraining, regelmäßiges Beweglichkeits- und
Kräftigungsprogramm
• Verbesserung der Kondition
• Reaktions- und Startübungen zur Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit
• Konditionelle Grundlagen:
o Schnelligkeit
o Grundlagenausdauer
o Koordination
o Vielseitige Kräftigung
• Vor allem für C-Junioren: Motivierende Kräftigungsübungen und
Beweglichkeitsprogramme, Reaktions- und Startübungen mit Ball
Trainingsaufbau: Das Einstimmen
• Interessante Aufwärmprogramme mit und ohne Ball (einzeln, paarweise
oder in kleinen Gruppen)
• Torhütertraining
• Konditionstraining: Komplexe und spielerische Verbesserung der Kondition
und sporadische Schulung einzelner Konditionsfaktoren (Kräftigung,
Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer) in einer motivierenden, jedoch
immer fußballbezogenen „Verpackung"

Der Hauptteil
• Spiel- und Trainingsformen mit anspruchsvollem technischen und
taktischen Schwerpunkten (Hinterlaufen, Kreuzen, abgestimmtes
deckungsverhalten, Hinführen zur Ballorientierung, Verhalten bei
Standartsituationen)
• Spielformen in kleinen Gruppen (4 gegen 4) zu einem bestimmten
technisch-taktischen Schwerpunkt als Mittelpunkt des Trainings einplanen!
• Individuelles Training
• Die Aufgaben so aussuchen, dass die Organisation nicht verändert werden
muss, um keine kostbare Trainingszeit zu verlieren!
Der Schlussteil
• Zum Abschluss des Trainings: Spiele in kleinen Gruppen auf Tore
• Ab und an betonen wenige zusätzliche Spielregeln nochmals den
technisch-taktischen Schwerpunkt (z.B. das Dribbling) des Trainings!
• Regelmäßig auch ganz frei spielen lassen!
Die wichtigsten Inhalte des Techniktrainings
• Ballan- und Mitnahme
• Mannschaftstaktische Grundlagen
• Passtechniken (präzise und flexible Zuspiele zu einem Mitspieler)
• Schusstechniken zum Verwerten von Tormöglichkeiten auch in
schwierigen Situationen
• Torhütertraining
• Kopfballspiel
• Täuschungen zum Ausspielen von Gegnern
Grundlagen eines effizienten Techniktrainings
• Korrektes Vormachen der jeweiligen Technik durch den Trainer oder ein
herausragendes Talent aus der Gruppe
• Häufiges Wiederholen und Üben des (möglichst perfekten)
Bewegungsablaufs
• Korrekturen/präzise Verbesserungshinweise durch den Trainer
• Die variable Anwendung des jeweiligen Technik in einfachen
Spielsituationen
Die wichtigsten Grundsätze
• Viele Wiederholungen einer Technik innerhalb einer Trainingseinheit und
über längere Zeiträume (3 bis 5 Wochen) einplanen!
• Viele Ballkontakte pro Trainingseinheit ermöglichen!
• Wartezeiten vermeiden – dazu mit kleinen Gruppen trainieren!
• Die Aufgaben am Können der Gruppe orientieren – bessere Spieler mit
anspruchsvolleren Zusatzaufgaben fordern!
• Altersgemäße und interessante Technik-Aufgaben anbieten!
Das ideale Wettspiel für C-Junioren
• Die Mannschaft im „großen Spiel” 11 gegen 11 schulen!
• Spielsysteme und -taktiken dürfen den Nachwuchs weder über- noch
unterfordern!

Die Aufgaben des Trainers vor einem Spiel
• Die Spieler zur Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit verpflichten!
• Auf eine saubere und komplette Ausrüstung Wertlegen!
• Kurze, verständliche und prägnante Anweisungen vor dem Spiel
(Mannschaftsaufstellung und wichtige taktische Grundinformationen)!
10 Minuten nicht überschreiten!
• Zum Schluss anspornen, Mut machen! Anschließend müssen die Spieler
noch genug Zeit haben, sich ein wenig einzuspielen!
Richtiges Coachen beim Wettspiel
• Die Jugendlichen anfeuern, aufmuntern, auf sie positiv einwirken, jedoch
von außen nicht zu viele Informationen geben!
• Auf die Eltern einwirken, wenn sie von außen die Jugendlichen kritisieren
oder in das laufende Spiel hineinrufen!
• Jeden anwesenden Spieler zum Einsatz kommen lassen!
• In der Halbzeit Getränke reichen und positives Herausstellen, viel loben!
Nur wenige klar verständliche Anweisungen für die kommende Halbzeit
geben!
3.4 B- und A-Junioren
Merkmale von B- und A-Junioren
• Verbessertes Leistungsgrundlagen der jugendlichen Fußballer und
Fußballerinnen
• Körperliche Ausgeglichenheit durch Stärkung der Muskulatur und
Anpassung der Organe
Folge: verbessertes Koordinationsvermögen
• Kraftzuwächse (größere Bewegungsdynamik)
• Verbessertes Koordinationsvermögen
• Größere Lernbereitschaft und Auffassungsgabe, Sensibilisierung für
Sachprobleme und Mitspieler
• Streben nach Selbstständigkeit und Anerkennung als gleichberechtigter
Partner
• Verstärktes Lösen von „ich-bezogenem“ Denken der Pubertätsprobleme
und verstärktes Interesse für Sachprobleme und Mitspieler
• Heranreifen zu echten, selbstbewussten und autonomen Persönlichkeiten
mit klaren Interessen, Ansichten und Eigenschaften
• An Erwartungen, Wünschen und Bedürfnissen Jugendlichen orientieren
• Gleichbehandlung aller Spieler; Einzelne nicht in den Vordergrund stellen
• Keine Gewalt (körperlich) oder Kraftausdrücke
• Grenzen aufzeigen, aber auch Freiräume lassen
• Zur Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit erziehen
• Nicht nur Aufgaben, sondern auch die entsprechenden Verantwortung
weitergeben
• Identifikation der Spieler mit dem Sport und dem Verein fördern
• Zum verantwortungsbewussten Umgang mit Materialien erziehen

Ziele des B- und A-Juniorentrainings
• Spaß am Fußballspielen
• Förderung der Leistungsmotivation
• Verbessern der erlernten technisch-taktischen Bereichen in hohem
Lauftempo und in Wettkampfsituationen unter Stress und Zeitdruck
• Anpassen an die erhöhten Anforderungen des Spiels – vor allem die
Schulung einer dynamischen „Wettspiel-Technik”
• Gezielte Schulung spezieller Taktik-Schwerpunkte (Mannschaftssitzung)
• Gezielte Schulung spezieller Taktiken im individual-, gruppen- und
mannschaftstaktischen Verhalten: Ballorientiertes Verteidigen,
Spielaufbau, Flügelspiel, Konterspiel, Spielverlagerung, Raumaufteilung...
• Kenntnisse der Spielsysteme (4-4-2; 4-3-3; 3-5-2, 3-4-3 usw.)
• Fördern von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mitverantwortung
• Fördern der Kommunikation im Spiel und im Training, „das miteinander
Reden auf dem Fußballplatz“, „Selbst – Coaching“ innerhalb der
Mannschaft
Inhalte des B- und A-Juniorentrainings
• Systematisch eingesetzte Spielformen mit unterschiedlich großen Gruppen
zu bestimmten technisch-taktischen Schwerpunkten
• Anspruchsvollere (Komplex-)Übungen zum selben Schwerpunkt
• Spielformen zur Verbesserung der fußballspezifischen Kondition
• Antrittsübungen und Sprungkombinationen, Wettläufe um den Ball mit
einer anschließenden Aktion (z.B. Torschuss)
• Regelmäßige Beweglichkeits- und Kräftigungsprogramme
Trainingsaufbau: Das Einstimmen
• Interessante Aufwärmprogramme mit und ohne Ball (einzeln, paarweise
oder in kleinen Gruppen)
• Torhütertraining
• Zwischen den Ballübungen Stretching- und Kräftigungsprogramme zur
gezielten muskulären Vorbereitung einfügen!
• Auf eine systematische Steigerung der Übungsanforderungen und der
Intensität achten!
• Nicht nur Standardprogramme – das Aufwärmen stets variieren!
Der Hauptteil
• Konzentriert an einem Trainingsschwerpunkt arbeiten!
• Auf einen richtigen Wechsel von Belastung und Erholung achten!
Kurze, intensive Spielzeiten mit aktiven Pausen im Anschluss!
• Spielformen zu einem bestimmten technisch-taktischen Schwerpunkt
anbieten – dazwischen Übungsformen zum selben Schwerpunkt!

Der Schlussteil
• Im Abschlussspiel nochmals gezielt die technisch-taktischen
Schwerpunkte des Hauptteils betonen und fordern! Auch hier von allen
Spielern
• Konzentrierte Aktionen fordern!
• Nicht nur mit einem „Auslaufen” die Trainingseinheiten abschließen! Je
nach Situation auch motivierende Trainingsaufgaben (z.B. einige leichte
Torschussübungen) stellen!
• Jedes Training mit einer kurzen Besprechung beenden!
Grundsätzliche Ziele des Taktiktrainings
• Schaffen der Grundlagen für eine offensiv ausgerichtete und attraktive
Spielweise
• Sicheres Kombinieren zur Sicherung des Balles und zum Herausspielen
von Torchancen
• Schnelles Umschalten nach Ballgewinn und Ballverlust
• Förderung von Spielwitz, Kreativität, Einsatzwillen und Risikobereitschaft
Die wichtigsten Inhalte des Taktiktrainings
• Zweikämpfe (1 gegen 1) im Angriff und in der Verteidigung
• Torhütertraining
• Grundformen des Zusammenspiels: Anbieten und Freilaufen,
Doppelpässe, Ballübergaben, Ballannahme und Mitnahme
• Angriffskombinationen durch die Mitte/über die Flügel
• Effizientes Verteidigen in der Gruppe (mit dem Schwerpunkt
ballorientiertes Verteidigen”)
Die wichtigsten Grundsätze
• Wettkampfspiel gemäße Trainingsformen und Belastungen anbieten!
• Möglichst offene Trainingsaufgaben stellen, die Eigeninitiative von den
Spielern fordern!
• Lösbare, jedoch leistungsherausfordernde Trainingsaufgaben anbieten!
• Die Spieler auch taktisch möglichst vielseitig ausbilden!
• Durch Demonstrationen/Korrekturen den Lernprozess forcieren!
Das ideale Wettspiel für B- und A-Junioren
• Eine offensiv ausgerichtete Spielauffassung bevorzugen!
• Spielsysteme und -taktiken dürfen die Nachwuchsspieler weder über- noch
unterfordern! Grundformationen, Aufgaben und Anforderungen an die
• Spieler müssen leistungs- und altersgerecht sein!
• Die Spielweise finden und trainieren, die auf die eigene Mannschaft und
deren Potential zugeschnitten ist!
Die Aufgaben des Trainers vor einem Spiel
• Um eine konzentrierte Spielvorbereitung zu ermöglichen, sollte die
Mannschaft eine Stunde vor Spielbeginn am Spielort sein!
• Kurze, verständliche und prägnante Anweisungen vor dem Spiel (wichtige
Informationen zum Gegner, taktische und motivationelle Einstellung
• auf das Spiel, Mannschaftsaufstellung)! 15 Minuten nicht überschreiten!
• Kurze, aufmunternde, informierende Einzelgespräche einstreuen!

Richtiges Coachen beim Wettspiel
• Ruhe und Souveränität ausstrahlen! Nicht in das Spiel hineinbrüllen!
• Nur gezielte, einfache und verständliche Anweisungen geben!
• Das Spiel genau beobachten, um angemessene und gezielte Schritte zur
Steuerung des Spiels einleiten zu können (z.B. Umstellungen innerhalb
der Mannschaft)!
• Die Spieler durch aufmunternde Zurufe motivieren! Positive Kritik!!!
Sonderpunkt A-Jugend
• Einbindung interessierter Spieler in die Vereinsarbeit
• Förderung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mitverantwortung
• Entwicklung der Fertigkeit -> Selbstkritik
• Positive und disziplinierte Kommunikation auf dem Feld und privat
• Vermittlung von Kenntnissen zur sportlichen Lebensführung

4. Grundprinzipien
4.1 Grundprinzipien des Techniktrainings
• Viele Ballkontakte ermöglichen
• Ausgeruhter Zustand
• Altersgerecht trainieren
• Leistungsstand der Spieler berücksichtigen
• Entwicklungsgemäße Vermittlung
• Hohe Bewegungsqualität verlangen (Genauigkeit, Sicherheit,
Schnelligkeit)
• Keine Wartezeiten
• Variation
• Organisatorisch die Gegebenheiten vor Ort nutzen
• Aktive Trainingsaufgaben stellen
• Viele Wiederholungen in einer Trainingseinheit, im Schwerpunkt und in der
Trainingsperiode
• Beidfüssigkeit trainieren
• In Spielformen trainieren (4 gegen 2+2 / Spielen und Üben im Wechsel)
• Hauptleitsätze:
- Vom Bekannten zum Unbekannten
- Vom Einfachen zum Komplexen
- Vom Leichten zum Schweren
- Vom Langsamen zum Schnellen
4.2 Grundprinzipien des Taktiktrainings
Wettspielgemäße Trainingsformen anbieten – was macht das Spiel aus?
Welche Grundsituationen gibt es?
• Spielsituationen als Elemente des Trainings
• (Wett)spielnahes Training – spielbezogene Übungen
• Keine Spiel- und Übungsformen konstruieren
• Möglichst kein falsches Verhalten fordern
• Komplex trainieren
• Aber auch vereinfachen, so weit sinnvoll
• Gegner- und Zeitdruck
• Entsprechendes Spieltempo
4.3 Korrekturen anhand der konkreten Spielsituation anbringen
• Die Aktion analysieren und Mängel erkennen
• In der aktuellen Situation unterbrechen – die Aktion „Einfrieren“
• Verhaltenskorrekturen nur in der augenblicklichen Sitiuation
• Erfolgversprechende Handlungsmöglichkeiten aufzeigen
• Spieler bewusst am Lernprozess beteiligen
• Eigenvorschläge für bessere Lösungsmöglichkeiten erfragen
• Lösungsmöglichkeiten anschließend ausprobieren lassen
• Mehrere Lösungsmöglichkeiten zulassen
• Wiederholungen


4.4 Grundprinzipien des Kraft- und Konditionstrainings
• Für die Jugendmannschaften Mini-Kicker bis zu den E – Junioren sind
spezielle Kraft- und Konditionseinheiten nicht im Trainingsprogramm
vorzusehen.
• Für die D und C-Junioren sind spezielle Ballspielformen konditionsfördernd
• Wettkampsspiele mit und ohne Ball (Fangspiele, Abwerfspiele..)
• Bei A und B Juniorenmannschaften sind Kraft- und Konditions-,
Ausdauertraining sowie Schnellkraft explizit zu trainieren
• Der Ball sollte immer mit einbezogen werden
• Fördern und Fordern
5. Der gute Kinder- und Jugendtrainer
Aufgaben – Verhaltensweisen – Eigenschaften
5.1 Grundsätze für Trainer:
An Erwartungen, Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und
Jugendlichen orientieren
Gleichbehandlung aller Spieler; Einzelne nicht in den Vordergrund stellen
Keine Gewalt (körperlich) oder Kraftausdrücke
Grenzen aufzeigen, aber auch Freiräume lassen
Zur Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit erziehen
Nicht nur Aufgaben, sondern auch die entsprechenden Verantwortung
weitergeben
Identifikation der Spieler mit dem Sport und dem Verein fördern
Zum verantwortungsbewussten Umgang mit Materialien erziehen
5.2 Schaffe ein gutes Lernklima:
Spieler ernst nehmen, anerkennen und respektieren
Zeige Geduld
Zeige Hilfsbereitschaft
Ermutige, lobe und tröste
Sei ein väterlicher Freund
Zeige Humor
5.3 Überzeuge, motiviere und begeistere:
Durch:
Dein Wissen und Dein Können
Dein vorbildliches Verhalten
Deine Begeisterung für den Fußball
Schaffen von Erfolgserlebnissen
Faszinierendes Training
Fordern und Fördern
Übertragen von Verantwortung
Loben und bestätigen – Kritik nur bei mangelnder Einstellung
Deine natürliche Autorität

5.4 Erkläre:
So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Mit einfacher Wortwahl und korrekter verständlicher Sprache
Altersgerecht
Engagiert und altersgerecht verständlich
5.5 Demonstriere:
(Manchmal können auch Spieler demonstrieren)
Das Wichtigste
Korrekte Bewegungshandlungen
Für alle sichtbar
Manchmal auch in Zeitlupe
Altersgercht
5.6 Korrigiere:
Beobachte
Beurteile
Berate
Arbeite bei der Korrektur mit dem Spieler zusammen
(Informationsaustausch zwischen Trainer und Spieler)
Einzeln bei individuellen Fehlern – vor der Gruppe bei gleichem Fehler
vieler Spieler
Nur stets den einen, den wesentlichen Fehler korrigieren
In Spielen und Spielformen innerhalb der aktuellen Situation korrigieren
(Stop / Unterbrechung – allerdings nicht zu häufig)
Konstruktive, nachvollziehbare Korrekturhinweise geben – nur in
Ausnahmefällen fehlerhafte Bewegungen vormachen



JugendleitungD
•repräsentiert den Jugendfußball gegenüber der Öffentlichkeit
•ist verantwortlich für die Organisation der Jugendarbeit
•Ist Bindeglied und Ansprechpartner für die Eltern, den Abteilungsleiter und gegenüber dem Gesamtverein
•Organisiert und leitet die Trainer-/Betreuersitzungen
•Organisiert die Trainer/Betreuungsarbeit für die Mannschaften
•schafft bestmögliche Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit



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